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Kindergartenbetreuung in Schweden – 1. Erfahrungen oder wie es nicht laufen sollte

Eigentlich hätte ich diesen Beitrag schon im September letzten Jahres online stellen könne, aber wir waren von unserer Erfahrung erst einmal ziemlich geschockt und verunsichert. Ich hatte einfach nicht die Kraft darüber auch noch zu berichten. Nach unserem Umzug hat vor einer Woche wieder eine Kita-Eingewöhnung begonnen und diesmal läuft alles ganz anders ab, doch genau diese beiden sehr gegensätzlichen Erfahrungen machen deutlich wie wichtig es ist auf sein Gefühl zu vertrauen, wenn es um die Fremdbetreuung von Kindern geht. Heute möchte ich deshalb von unseren Erfahrung im letzten September berichten.

Klara ist im September 2016 ein Jahr alt geworden. Mit diesem Geburtstag geht in Schweden auch die Möglichkeit einher mit der öffentlichen Kinderbetreuung zu beginnen, die in Schweden übrigens garantiert wird.

Allgemeine Fakten zur Kinderbetreuung in Schweden

Ein paar allgemeine Fakten zu Kinderbetreuung in Schweden für die, die es interessiert. Die Stadt oder Region muss einem innerhalb von 4 Monaten einen Platz anbieten. Die Platzvergabe ist zentral organisiert, sowohl die freien Kindergärten (Montessori, Waldkindergarten, Waldorf, Personalkooperationen, …) als auch die ganz normalen kommunalen Kindergärten haben eine gemeinsame Warteliste in die man sich einträgt und bei der man drei Wünsche angeben kann. In Helsingborg hätten wir nun sogar noch mehr Wünsche angeben können. Gibt es kein Platz in einem der Wunschkindergärten bekommt man eine Alternative angeboten, nimmt man diese Alternative an, steht man weiterhin für die Wunschkindergärten auf der Warteliste. In Schweden steht man eigentlich für alles auf einer Warteliste, ob nun für eine Mietwohnung, den Kindergarten, die Schulen, beim Arzt…

Den größten Teil der Kosten für einen Kindergarten übernimmt die Gemeinde (kommun auf Schwedisch). Der Elternanteil variiert je nach Gemeinde, Einkommen und Anzahl der zu betreuenden Kinder. Je mehr Kinder betreut werden müssen, je geringer ist der Elternanteil. Der höchste Beitrag liegt bei 136 €, in diesen Betrag ist auch das Essensgeld schon mit einberechnet, denn das wird in Schweden generell nicht extra gezahlt. Generell gilt, dass das Kind in der Zeit betreut wird in der die Eltern arbeiten oder studieren plus Fahrtweg. Es ist also nicht möglich selbst frei zu haben und das Kind betreuen zu lassen. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel bei einem Umzug oder ähnlichen Sachen, ist es teilweise trotzdem möglich. Einige Kitas sind auch sehr streng, was die Abholung angeht. Elternteile, die Arbeitssuchend oder wieder in Elternzeit sind, weil ein weiteres Kind geboren wurde, steht für das bzw. die ältere/ -n Kind/-er 15 Stunden Betreuungszeit zu. Hier in der Gegend geht das Kind dann häufig drei Mal die Woche für fünf Stunden in den Kindergarten. Die Eingewöhnung wird von den Kindergärten selbst bestimmt und beträgt häufig höchstens 2 Wochen. Ich habe aber auch schon von einigen Eingewöhnung gehört, die nur eine Woche lang waren. Ein Wechsel des Kindergartens ist nach unseren Erfahrungen in Gävle nicht einfach so möglich, was für uns sehr frustrierend war.

Unser ursprünglicher Plan

Bereits Monate vor unserer eigentlichen Eingewöhnung haben wir uns verschiedene Kindergärten angeschaut und uns auf die Liste gestellt. Wir hatten uns das ganz schön vorgestellt. Klara sollte zunächst nur am Vormittag in die Kita gehen, also nie länger als ca. 4 Stunden. Drei Nachmittage in der Woche sollte mein Freund sie betreuen und an zweien ich. Wir dachten uns, dass das eine gute Balance geben würde. Sie würde sowohl andere Kinder treffen als auch Zeit mit uns verbringen.

Doch ein Platz in der Wunscheinrichtigung

Pünktlich 4 Monate nach unserer Anmeldung wurden wir informiert, dass wir einen Platz bekommen haben. Zunächst hatten wir keinen Platz in einem unserer Wunschkindergärten erhalten, aber nur wenige Wochen nach unserer Zusage bekamen wir einen weiteren Brief, dass wir nun doch in einen unserer Wunschkitas starten könnten. Wir freuten uns sehr darüber, besuchten die Kita kurz und bekamen noch einmal einen positiven Eindruck.

Im Vergleich zu deutschen Kindergärten sind viele schwedische nicht genauso gemütlich. Sie sind etwas spärlicher und praktischer eingerichtet. Sicherheit wird sehr wichtig genommen. Material, dass für jüngere Kinder gefährliche werden könnte (Verschluckungsgefahr) ist 100% außerhalb der Reichweite. Das ist garantiert in deutschen Einrichtungen auch so, aber hier ist es üblich Regale einfach weit oben an der Wand anzuschrauben, sodass kein Kind herankommen kann, das macht das ganze deutlicher, aber nicht unbedingt hübscher. Auch fehlte in den Einrichtungen in denen ich war Gardinen (Brandschutz) und es war wesentlich weniger Spielzeug vorhanden. Ich kann mich bis heute nicht entscheiden, ob ich es besser oder schlechter finde. Einerseits finde ich es gut, dass den Kindern mehr Raum geboten wird und das Sicherheit sehr wichtig genommen wird, aber irgendwie fehlte mir so ein gewisses heimeliges Gefühl. In der Einrichtung, die es dann letztlich wurde, war es aber noch mit am gemütlichsten. Das mag auch daran gelegen habe, dass die Kita in einem alten Wohnhaus mit Anbau war und sich damit von denen anderen doch recht geplant gebauten Einrichtungen unterschied. Ihr müsst euch vorstellen, dass wir innerhalb eines 2 Kilometerumkreises 5 Kindergärten hatten und wir wohnten nicht im Stadtzentrum. Es sind wirklich viele Einrichtungen!

Unsere Kita erschien mir als so toll. Der Hof war groß und bot viel Platz zum Spielen. Es war eine relativ kleine Einrichtung mit 55 Kindern und 9 Erziehern. Für die älteren Kinder wurde Schwimmunterricht angeboten, das fand ich total klasse, weil ich selbst unglaublich gern schwimme und es wurde regelmäßig Sport in einer sehr nahegelegenen Sporthalle gemacht. Ein Wald war sehr nahe in den regelmäßig Ausflüge gemacht wurden und es handelte sich um eine Personalkooperative Einrichtung, dass heißt, dass das Personal gemeinsam die Einrichtung trägt. Diese Form der Trägerschaft ist hier sehr beliebt bei den Eltern und die Einrichtungen gelten als kreativer und interessanter. Ich kannte das schwedische System nicht und fand erst einmal, dass das gut klang.

Eine Woche Eingewöhnung!?

Vor dem Sommer erhielten wir noch eine Postkarte auf der die Zeiten für die Eingewöhnung eingetragen waren. Ich war erstaunt. Eine Woche Eingewöhnung und am dritten Tag sollte Klara schon eine ganze Weile allein dort sein. Aber ich dachte mir, dass man alle Fragen während der Eingewöhnung stellen könnte und sich ein guter Mittelweg entwickeln würde.

Dann ging es los.

Im September ging es also los. Es war geplant, dass mein Freund den größten Teil der Eingewöhnung übernehmen würde. Ich hatte mir vorher gedacht, dass das vielleicht sogar ganz gut sei, weil Klara eine sehr starke Bindung zu mir hat. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es sich für mich sehr befremdlich anfühlen würde, dass ich zum Beispiel an Klaras erstem Kindergartentag nicht dabei sein könnte und nur Berichte hören würde.

Es klang erst einmal ok. Mein Freund gab sein bestes den Tag als relativ positiv zu beschreiben. Klara war interessiert und relativ offen. Allerdings war sie das kleinste Kind und das war spürbar. Die Erzieherinnen hatten auch noch nie ein so kleines Kind (immerhin ein Jahr alt) in der Eingewöhnung gehabt. Klara konnte zu diesem Zeitpunkt noch nicht laufen und das wurde eindeutig als relativ problematisch empfunden. Aber immerhin reagierte Klara auf ihre Bezugserzieherin relativ positiv. Die Erzieherin hatte aber selbst erst einige Wochen vorher angefangen dort zu arbeiten und war eindeutig noch sehr unsicher. Als großes Minus empfand ich es, dass unsere Stoffwindeln sehr skeptisch betrachtet wurden. An diesem ersten Tag wurde erst einmal nur gesagt, dass sie es vermutlich versuchen würden, aber darüber erst einmal noch in der Personalversammlung abstimmen mussten.

Am Nachmittag dieses ersten Tages wurde Klara geimpft und hatte prompt am nächsten Tag Fieber und musste Zuhause bleiben. Am Mittwoch ging es dann weiter. Wir dachten eigentlich es würde einfach der Plan für Dienstag weitergeführt. Klara würde einfach die Einrichtung weiter kennenlernen, aber die Erzieher wollten den festen (!) Eingewöhnungsplan weiter durchziehen. Mir wurde später berichtet, dass das bei den Eltern sehr beliebt sei, worauf hin für mich immer deutlicher wurde, dass es nicht um die Kinder geht in dieser Einrichtung. Am Mittwoch sollte mein Freund Klara also allein lassen und ich bekam eine Nachricht, dass ich sie nach dem Mittagessen abholen sollte.

Einfach den Tränen nahe.

Also ich in der Einrichtung ankam und Klara zu weinen anfing als sie mich sah, konnte ich nicht anders und begann auch zu weinen. Das war mir sehr unangenehm, aber mir wurde immer mehr bewusst wie klein Klara dann doch noch war und, dass ich für diese Art von Trennung noch nicht richtig vorbereitet war. Mit der überraschenden Nachricht, dass ich Klara abholen sollte, erfuhr ich nämlich auch, dass die Einrichtung unsere Stoffwindeln nicht einmal testen wollte. Davon war ich ganz offen und ehrlich sehr enttäuscht, denn der Gebrauch von Stoffwindeln ist aufwendig, wenn dann aber ein anderes Konzept in der Kita benutzt wird, vermutete ich einfach, dass eine Verweigerung der Stoffwindeln Zuhause bald folgen würde. Davor hatte ich ganz offen und ehrlich auch ein bisschen Angst, den ich hatte um das Mitmachen meines Freundes ein kleines bisschen Kämpfen müssen.

Während Klara und ich also bei diesem Mittagessen dort saßen und ich mich noch mit den Erzieherinnen unterhielt und versuchte mich wieder in den Griff zu bekommen, sagten diese mir wie klein Klara doch eigentlich noch sei. Tatsächlich wurde in dieser Einrichtung noch nie ein so junges Kind eingeschult. Die Warteliste der Einrichtung war einige Jahre hintereinander so lang gewesen, dass viele Kinder erst mit drei Jahren einen Platz bekamen. Diese Aussagen verunsicherten mich. Letztendlich entschieden die Erzieherinnen und ich gemeinsam, dass ich den nächsten Tag gemeinsam mit Klara in die Einrichtung kommen würde, um noch einmal einen eigenen Eindruck zu bekommen und mein Vertrauen zu stärken.

Aber nicht so!

Also verbrachten Klara und ich den Donnerstag gemeinsam dort. Klara war relativ stark auf mich fixiert und nicht besonders interessiert an den anderen Kindern und den Erziehern. Beim Frühstück fand die Erzieherin es komisch, dass Klara keine zuckerhaltiges Essen haben darf. Kurze Zeit später als ich begann Klara zu stillen, bekam ich schiefe Blicke zugeworfen, die ich zu ignorieren versuchte. Als Klara müde wurde, brachte ihre Vertrauenserzieherin sie tatsächlich relativ schnell und auf sanfte Art und Weise zum Schlafen. Während Klara schlief sprach ich mit den Erzieherinnen einige wichtige Dinge durch. Zunächst wurde versucht mein Stillen zu diskutieren, was ich abwehrte und ihnen erklärte, dass mein Freund genauso gut auf Klara aufpassen kann und auch nicht stillen kann. Dann wurden wieder die Stoffwindeln diskutiert und nach langem hin und her handelten wir aus, dass sie es mit unseren Windeln versuchen würden. Es wurde sich sogar entschuldigt für ihre starke Abweisung zu beginn. In Absprache mit den Erziehern entschied ich dann mich in dem Personalbereich hinzusetzen und Klara zu zusehen wie sie sich verhält, wenn sie erwacht und bei den anderen Kindern und dem Personal ist. Klara ging es gut. Sie war interessiert und offen, brauchte aber auch ständig nahen Kontakt zu ihrer Bezugserzieherin. Allerdings fiel mir gleichzeitig ein anderes Kind auf. Es war schon den ganzen Tag über relativ traurig gewesen und war immer ganz nahe an seiner Bezugserzieherin dran. Da, das Kind sich einfach nicht beruhigte und wirklich viel weinte (warum wurden eigentlich nicht die Eltern angerufen?) konnte ich dabei zusehen wie die Erzieherin immer genervter davon wurde und letztlich relativ grob dem Kind gegenüber reagierte. Nicht so grob, dass man ihr irgendetwas hätte vorwerfen können, aber so grob, dass ich dachte so möchte ich nicht das Klara behandelt wird! Außerdem viel mir auf, dass die Kinder sehr viel allein spielten auch die allerkleinsten und die ErzieherInnen in einem Kreis zusammenstanden und erzählten oder auf ihr Handy schauten. Nach dem Mittagessen gingen Klara und ich trotzdem mit einem relativ guten Gefühl nach Hause, weil ihr der Nachmittag wirklich gut gefallen hatte.

Und dann war es auch schon Freitag. Eingewöhnung abgeschlossen?

Bereits am Donnerstagabend bemerkten wir, dass Klara leicht angeschlagen war und einen Schnupfen bekam. Wir entschieden aber uns am Freitagmorgen direkt zu überlegen, ob sie trotzdem in den Kindergarten gehen sollte. Laut dem Eingewöhnungsplan der Kita sollte die Eingewöhnung mit diesem Tag nun abgeschlossen sein. Sie sollte an diesem Tag also das erste Mal für längere Zeit allein dort bleiben. Allerdings nur bis 12 Uhr, dann würde sie wieder abgeholt werden. Am Morgen war Klara fröhlich und wirkte nicht weiter angeschlagen trotz Schnupfen, deshalb entschieden wir, dass sie von ihrem Papa in den Kindergarten gebracht werden würde. Dort war der Abschied sehr schwer und mein Freund ging mit einem leicht unguten Gefühl auf die Arbeit. Den ganzen Tag über hörten wir nichts weiter von der Kita. Mein Freund holte Klara gleich nach dem Mittagessen ab und wurde damit begrüßt, dass wir sie Zuhause doch bitte weniger tragen sollen, damit sie sich daran gewöhnt wie es in der Kita läuft. Mein Freund war sehr verärgert und nahm die aufgelöste Klara mit nach Hause. Ich kam auch relativ zeitnahe nach Hause und wir stellten dann beide gemeinsam fest, dass Klara erhöhte Temperatur hatte. Sofort stellten wir uns die Frage, warum wurden wir nicht angerufen? Klara hatte erhöhte Temperatur, fühlte sich nicht wohl und war grad erst bei der Eingewöhnung. Für uns war es absolut unverständlich, warum wir nicht informiert wurden.

Dann fiel die Entscheidung. Wir verlängern unsere Elternzeit „einfach“.

Das ganze Wochenende überlegten wir dann, was wir nun am besten tun sollten. Fest stand, dass wir uns so nicht wohlfühlten und Klara nicht einfach am Montag komplett in die Einrichtung geben wollten. Nach vielen Diskussionen und Strategieüberlegungen entschieden wir uns dafür mit Klara zumindest bis Januar weiterhin Zuhause zu bleiben. Gleichzeitig begannen wir uns stärker mit unserem Wunsch in den Süden zu ziehen zu beschäftigen. Für uns stand fest, dass wenn wir wirklich zeitnahe (innerhalb des nächsten Jahres) umziehen würden, so wollten wir Klara eine Eingewöhnung in Gävle ersparen. Das hat auch damit zu tun, dass mein Freund als Kind sehr häufig umgezogen ist und zwar nicht nur innerhalb von einer Stadt, was auch bedeutete, dass er viele verschiedene Kindergärten/ Tagesmütter kennenlernte. 

Letztlich wurde unser Wunsch war und wir konnten im Mai diesen Jahres umziehen und gleichzeitig hatte es das schwedische Elternzeitmodell möglich gemacht, dass Klara nun bis August und damit fast bis sie 2 Jahre alt ist Zuhause bleiben kann. Natürlich haben wir finanzielle Einbußen gehabt, denn würden wir beide Vollzeit arbeiten, würden wir definitiv mehr verdienen. Aber das Elternzeitmodell macht es möglich, dass man überhaupt so flexibel Elternzeit nehmen kann. Mehr darüber habe ich schon einmal hier berichtet.

Da wir aber an einem Wochenende entschieden, dass wir nun doch nicht wie vorher gedacht beide 80% arbeiten würden, sondern 60% (ich) und 50% (mein Freund) war nur durch unsere unglaublich flexiblen und einfühlsamen Chefs möglich. Dafür bin ich ihnen unglaublich dankbar, denn das ist auch in Schweden nicht selbstverständlich, aber definitiv auch keine Seltenheit. Letztlich würde ich bei einem zweiten Kind mindestens bis es 1 1/2 Jahre ist Zuhause bleiben (also einer von uns beiden als Elternteil), denn dieses eine halbe Jahr macht wirklich unglaublich viel aus und dann aber auch nur kurze Betreuungszeiten haben. Letztlich hängt es natürlich auch immer vom Kind ab. Für Klara war es gut, dass sie erst Laufen lernen konnte und noch wesentlich mehr Sicherheit und Geborgenheit von uns Eltern bekam. Auch für ihre Sprachentwicklung im Deutschen war das längere Zuhause bleiben definitiv von Vorteil. Ein weiterer Punkt mit dem ich vorher überhaupt nicht gerechnet habe ist, dass Klara nun als (tagsüber) trockenes Kind in die Kindergarten-Eingewöhnung gestartet ist. Seit drei Wochen trägt sie nun tagsüber keine Windeln mehr und das ist wirklich eine große Erleichterung. So konnten wir in diesem Bereich komplett unseren Weg gehen.

Wenn unsere jetzige Eingewöhnung abgeschlossen ist, werde ich auch darüber mehr berichten.

 

 

 

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2 Kommentare zu „Kindergartenbetreuung in Schweden – 1. Erfahrungen oder wie es nicht laufen sollte

  1. Liebe Claudia,
    sehr interessant zu lesen, ich kenne mich mit dem schwedischen System nicht aus, aber einiges klingt bekannt. Ich wohne in Finnland und arbeite hier auch als Kindergartenlehrerin, mein Sohn kommt nach dem Sommer in den Kindergarten. 🙂

    Schade, dass es bei euch nicht so geklappt hat. Aber schön, dass ihr für euch eine Lösung finden konntet. 🙂

    Ich denke mal auch in Schweden sind die Kinder sehr viel draußen, weshalb der Schwerpunkt nicht unbedingt auf die Spielsachen gelegt ist. Es erscheint vieles vielleicht eher pragmatisch. Ich weiß, gerade, wenn man es aus der Heimat anders gewöhnt ist oder andere Erzählungen hört, hat man das Gefühl, es läuft irgendwas „falsch“. Doch wie heißt es so schön? Andere Länder, andere Sitten. Es ist nicht immer einfach sich darauf einzulassen, doch mir hat dies sehr geholfen, das Neue annehmen und damit leben. Und schauen, für mich einen Weg zu finden. Wie ihr es ja auch tatet mit der Verschiebung des Kita-Startes.

    Aus deinen Erzählungen klingt es jedoch auch etwas so, als hattet ihr einfach Pech mit dem Team. Das kann leider überall passieren und ist einfach sehr ärgerlich und natürlich für die Kinder immer am schlimmsten. :/ Ich bin mir sicher, jetzt habt ihr mehr Glück. 🙂

    Viele Grüße,
    Lara

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    1. Liebe Lara,

      ja hier ist man definitiv viel mehr draußen und das bei Wind und Wetter! Bei dem oben beschriebenen Kindergarten schlafen die Kinder auch bei bis zu -18 Grad draußen und das war in der Region ganz normal. Diese erste Kitaerfahrung war definitiv lehrreich für uns! Aber diesmal läuft es wirklich ganz anders. Wir haben jetzt gelernt, dass es auf die Personen ankommt, die die Kinder betreuen. Nicht auf den größten Hof oder das gemütlichste Haus. Von unserer jetzigen Eingewöhnung werde ich bald berichten. Noch ist sie allerdings nicht abgeschlossen.

      Ich werde mir jetzt ganz in Ruhe deinen Blog angucken 🙂 Ich finde es nämlich auch immer spannend wie es anderen Ländern im Bereich Kinderbetreuung/ Schule läuft.

      Liebe Grüße,
      Claudia

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